Vertrauensleute

Vertrauensleutearbeit geht auch online

Vertrauensleutearbeit geht auch online

Corona hat es uns nicht leichtgemacht, gewerkschaftliche Arbeit im Betrieb aufrecht zu erhalten. In unserer Branche sind viele Beschäftigte spätestens seit Corona im homeoffice oder sowieso beim Kunden unterwegs. Das haben wir kurzerhand zum Thema unserer jährlichen Vertrauensleutetagung gemacht. 26 Kolleginnen und Kollegen haben sich am 18. und 19. virtuell getroffen und sich über ihre aktuelle Situation im Betrieb und mit der gewerkschaftlichen Arbeit ausgetauscht.

 

Highlight des ersten Tages war sicherlich der Austausch mit Sandro Witt (stellvertr. Bezirksvorsitzender DGB-Bezirk Hessen-Thüringen) der aktuelles aus der Thüringer Arbeitsmarktpolitik berichten konnte. Aus seiner täglichen Arbeit wusste er zu berichten, wo Gewerkschaften an politischen Prozessen mitwirken und wo es derzeit noch klemmt. Beispielsweise konnte Sandro berichten, dass das neue Vergabegesetz in Thüringen nun vorsieht, das öffentliche Aufträge des Landes nur noch an tarifierte Unternehmen vergeben werden dürfen. Sorge bereitet ihm das Thema Fachkräftemangel.

 

Rund um das Thema homeoffice galt es zunächst, sich einmal mit der Materie vertraut zu machen. Was unterscheidet homeoffice vom mobilen Arbeiten, welche Risiken und welche Chancen birgt das ganze und wie geht es uns persönlich gerade damit, unserer Kollegen nicht mehr täglich zu sehen.

 

Anknüpfend an die Kampagne des Fachbereichs "Dialogoffensive homeoffice" haben wir die Fragen, welche Anforderungen haben die Beschäftigten an ihre mobile Arbeit haben, welche Qualifizierung und Ausstattung nötig ist, wie sich Kommunikationskultur in den Unternehmen ändert und wo es betriebliche oder tarifliche Regelungsbedarfe gibt, besprochen. Dazu gab es Arbeitsgruppen in denen ein intensiverer Austausch möglich ist.

 

Als letzten Schritt haben wir uns zur aktuellen Situation ausgetauscht: Wie kommunizieren wir gerade mit den Mitgliedern und Kolleginnen? Was funktioniert gut dabei? Was nicht so gut? Welche Reaktion erleben wir auf gewerkschaftliche Kommunikation derzeit als Sender und Empfänger? Wen erreichen wir und wen nicht? Die Ergebnisse haben wir rege diskutiert und auch schon Verabredungen für die nächste Zeit getroffen.

 

Als besonderes Highlight des zweiten Tages gab es ein kleines unplugged Konzert unseres Kollegen aus seinem home-studio. Trotz virtueller Tagung und Dank einer guten Tagessstruktur, vieler Pausen, dem Einsatz von verschiedenen Tools, Arbeit in Arbeitsgruppen und einem kleinen Teilnehmerinnen-Überraschungspaket mit Seminar-Grundversorgung war es eine gelungene Veranstaltung. Wir freuen uns auf ein Widersehen im nächsten Jahr.

 

 

ein Raum mit Heimarbeitsplatz ver.di homeoffice 1
Arbeitsplatz ver.di homeoffice 2