Vertrauensleute

Hinaus zum 1. Mai

Hinaus zum 1. Mai

In diesem Jahr hat der DGB in Leipzig eine ganz besondere Demo ins Leben gerufen: Eine Radtour. Trotz beinahe stürmischer Wetterbedingungen fanden sich gut 40 Leute dazu in der Nonnenstraße bei der GEW ein. Von dort ging es in die Gießereistrasse zu Siemens. Das Generatorenwerk ist von der Schließung bedroht. In den letzten Wochen und Monaten hat sich dagegen ein breiter Widerstand formiert - zuletzt haben die Beschäftigten ein eigenes Konzept zum Erhalt des Standortes vorgelegt. Ein IG Metall-Kollege aus dem örtlichen Betriebsrat berichtete über den Kampf der Beschäftigten, die sich selbstverständlich ndagegen wehren, für Managementfehler gerade zu stehen.

Durch den Clara Zetkin Park und übder den Ring ging es dann zur Querstrasse. Hier berichtete Enrico Zemke, Gewerkschaftssekretär von ver.di, über eine andere Art des Kampfes von Beschäfigten - nämlich den gegen Zertückelung und Unternehmensspaltungen mit dem Ziel Tarifniveaus zu untergraben und Beschäftigte gegeneinander zu stellen. Seit der Gründung der Telekom hat sich die Zahl der Beschäftigten halbiert und das Unternehmen ist mehrfach umorganisiert und umstrukturiert worden - nicht selten zum Nachteil für neue Beschäftigte.

Von da aus ging es über den Augustusplatz durch die Fußgängerzone auf den Markt, wo wir von den ersten Gästen des Maifestes und wunderbarem Sonnenschein begrüßt wurden. Auf dem Markt war Zeit zur Stärkung und für das ein oder andere Gespräch.

Die Teilnehmer der ersten Radtour sind sich einig: Das muss wiederholt werden. Orte an denen Arbeitskämpfe sichtbar gemacht werden können aufzusuchen und somit auch Solidarität auf zu zeigen, ist ganz im Sinne des 1. Mai.