Jugend im Fachbereich

Zukunft Ausbildung

Zukunft Ausbildung

- Auf der Suche nach Verbündeten in der Politik Teil 2

Wie ihr sicherlich noch wisst, hatten wir per Anschreiben einige Vertreter*innen aus der Politik auf die aktuelle Situation von „Zukunft Ausbildung“ der Deutschen Telekom aufmerksam gemacht und um Unterstützung gebeten. Auf diesen Impuls haben wir einige Rückschriften bekommen. Dazu möchten wir euch ein Update geben.

Der Jugendfachkreis hat die Antwortschreiben der Politiker*innen, die wir im Rahmen der Aktion „Zukunft Ausbildung“ zurückbekommen haben, analysiert und ausgewertet. Zugegebenermaßen waren es weniger Antworten als erhofft aber ein dickes Dankeschön können wir definitiv an die SPD weitergeben, da diese sich stark für den Erhalt der Ausbildungs- und Studienplätze einsetzt und ein Sammelschreiben an die DTAG verfasst hat. Hierbei wurde nochmals darauf aufmerksam gemacht, dass 31,9% der Aktien der Deutschen Telekom AG im Besitz des Bundes sind und die Deutsche Telekom somit eine besondere gesellschaftliche Verantwortung trägt. Diese Verantwortung sollte sich auch auf dem Ausbildungsmarkt widerspiegeln. Daher sind wir als Jugendfachkreis, genauso wie die SPD, der Meinung, dass es die gesellschaftliche Pflicht der Deutschen Telekom ist, den Ausbildungsmarkt zu stärken und in die Zukunft zu investieren. Die SPD zeigte in ihrem Schreiben außerdem auf, dass die Telekom mit dem massiven Abbau ihrer Ausbildung- und Studienplätze ihre eigene Zukunft und die des Bundes gefährdet. Wir als Jugendfachkreis können diese Aussage nur unterstützen und werden weiter für den Erhalt der Ausbildungs- und Studienplätze bei der Deutschen Telekom kämpfen.

Weitere Unterstützung erhielten wir von Monika Lazar von den Grünen. Sie schrieb, dass es eine absolute Unverständlichkeit ist, dass gerade einer der größten deutschen Konzerne mit einer wirtschaftlich sehr guten Ausgangssituation dieses unsolidarische Verhalten zeigt und den bereits durch Corona stark geschwächten Ausbildungsmarkt noch weiter nach unten drückt. Junge Menschen benötigen Aussichten auf eine sichere Zukunft und auch hier sehen wir die Deutsche Telekom definitiv in der Verantwortung, ihren Teil dazu beizutragen.   

Abschließend weisen wir darauf hin, dass seit Jahren die Auszubildenden und dual Studierenden eine starke Stütze in den Betrieben der Deutschen Telekom sind. Sie tragen große Verantwortung in Bezug auf die Zukunft des Konzerns, da sie die „Fachkräfte von morgen“ sind. Daher sollte die Deutsche Telekom hinterfragen, ob sie es sich leisten kann, auf die Fachkräfte von morgen in diesem Maße zu verzichten. Leider ist dieses Vorgehen nicht unbekannt, da die Anzahl der Ausbildungs- und Studienplätze schon in den vergangenen Jahren immer weiter herabgesetzt wurde. Trotzdem werden wir nicht müde, die Deutsche Telekom immer wieder dazu aufzufordern, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und weiterhin über ihren eigenen Bedarf und für die Gesellschaft auszubilden. Denn nur durch das Drängen und publik machen der gewerkschaftlich aktiven Menschen konnten wir bisher die Ausbildungsquote halten. Wir hoffen, dass die Deutsche Telekom ihre Pläne zur Absenkung der Ausbildungsquote noch einmal evaluiert und weiterhin daran interessiert ist, eines der führenden TK/IT-Unternehmen in dem Bezug auf Ausbildungsquoten zu sein.