Telekom Konzern

Kündigungsschutz gilt für alle Beschäftigtenvertreter*innen

Kündigungsschutz gilt für alle Beschäftigtenvertreter*innen

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Auf der Sitzung des Konzernbetriebsrats der Telekom AG am 14.12.2018 in Düsseldorf übergaben der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats Jupp Bednarski, die 1. stellvertretende Vorsitzende Kerstin Marx und der Vorsitzende der Konzernauszubildendenvertretung Seymen Splinter die Solidaritätsadresse des Konzernbetriebsausschusses stellvertretend für den Arbeitsdirektor und Vorstand Personal Christian P. Illek an Dietmar Welslau, Leiter Human Resources Management.

Betriebliche Mandatsträger wie beispielsweise Betriebsräte und Mitglieder der Jugend- und Auszubildendenvertretung sind durch einen besonderen Kündigungsschutz geschützt. Dieser soll die Wahrnehmung des Amtes im Sinne des betriebsverfassungsrechtlichen Auftrags sicherstellen.

 Bei der Deutschen Telekom ist der besondere Kündigungsschutz der Mitglieder der Auszubildendenvertretung (AV) per Tarifvertrag geregelt.

„So war es bis jetzt! Dass der Arbeitgeber dies jetzt infrage stellt, hat uns gelinde gesagt sehr überrascht. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle Mandatsträger*innen auf allen Mitbestimmungsebenen in diesem Konzern! Damit hat diese Auseinandersetzung eine politische Dimension erreicht!“, kommentierte Josef Bednarski Vorsitzender des Konzernbetriebsrat Deutsche Telekom AG (KBR DTAG) der Deutschen Telekom den aktuellen Versuch der Kündigung eines Auszubildendenvertretungsvorsitzenden.

Was ist geschehen?

Bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht vertrat der vom Arbeitgeber beauftragte Rechtsanwalt die Rechtsauffassung, dass der Tarifvertrag „Mitbestimmung Telekom Ausbildung“ die Tochterunternehmen im Konzern Deutsche Telekom AG nicht wirksam bindet und so für die AV Mitglieder kein besonderer Kündigungsschutz bestehe. „Dies ist nicht nur verwunderlich, sondern widerspricht der gelebten Praxis im Konzern erklärte Seymen  Splinter, Vorsitzender der Konzernauszubildendenvertretung (KAV) der Deutschen Telekom. „So eine Position stellt die tariflich gesicherte Grundlage, der gesamten Arbeit aller AVen im Konzern in Frage.“, stellt Splinter fest.

 „You'll never walk alone!“

Der Konzernbetriebsausschuss, in dem alle Gesamtbetriebsratsvorsitzenden und bundesweiten Betriebe vertreten sind, verurteilte das Vorgehen des Arbeitgebers in seiner Sitzung.

Das Vorgehen des Arbeitgebers werten wir als Angriff auf alle Mitbestimmungsorgane, erklärten die KBA Mitglieder in einer Solidaritätsadresse.

Wir werden alle Mittel ergreifen um den Arbeitgeber auf den Weg der vertrauensvollen Zusammenarbeit zurückzuführen, bevor es zu einer weiteren ernsthaften Eskalation kommt.

 Solidarität von ver.di ist „selbstverständlich“

„Wir werden den Kollegen nicht alleine lassen!“ erklärte Matthias Hörig Vorsitzender ver.di Landesbezirksfachbereich TK/IT SAT.

Die Gewerkschaft ver.di ist fest entschlossen nicht nur von Solidarität zu sprechen, sondern sie auch „praktisch umzusetzen“. Matthias Hörig erklärt, „dass der ver.di Fachbereich gerade klärt, wie man dem von der Kündigung Betroffenen konkret helfen kann.“

 

4 Personen ver.di in Düsseldorf übergaben der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats Jupp Bednarski, die 1. stellvertretende Vorsitzende Kerstin Marx und der Vorsitzende der Konzernauszubildendenvertretung Seymen Splinter die Solidaritätsadresse des Konzernbetriebsausschusses stellvertretend für den Arbeitsdirektor und Vorstand Personal Christian P. Illek an Dietmar Welslau, Leiter Human Resources Management.